Pressemitteilung

Südtangente würde der Attraktivität Bonns erheblich schaden

Verein fordert Oberbürgermeister auf, im Stadtrat für den Ausbau der A565 statt dem Neubau einer weiteren Schnellstraße durch Bonn zu werben.

Bonn, 1.4.2016   Mit einem Offenen Brief hat der Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion erneut den Bonner Oberbürgermeister aufgefordert, sich endlich aktiv gegen die Südtangente einzusetzen. Damit würde er Schaden von Bonn abwenden: den Verlust der Naherholungsgebiete und den weiteren Anstieg von Feinstaub und Lärm.
In der für die Stadt Bonn so wichtigen Frage des innerstädtischen Verkehrs und der Wohn- und Naherholungsqualität muss der Bonner Stadtrat in erster Linie die Bonner Interessen verfolgen. Den Südtangentenideologen des Rhein/Sieg-Kreises muss endlich klar gesagt werden, dass sie nicht den Ast absägen dürfen, auf dem sie sitzen. Ohne die Attraktivität von Bonn hätte der drumherum liegende Kreis kaum Steuereinnahmen.

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Noch ist der Zombie nicht vom Tisch!

Der Bund hebt die neue Rheinquerung bei Niederkassel und den dreispurigen Ausbau der A565 zwischen Hardtberg und dem Autobahnkreuz Bonn-Nord (Tausendfüßler) in den vordringlichen Bedarf.

MdB Sebastian Hartmann wertet diese Entscheidung als "definitive Planungs- und Finanzierungsperspektive innerhalb der Geltung des Bundesverkehrswegeplans in den nächsten 15 Jahren“. http://www.sebastian-hartmann.de/.net/rss/meldungen/-1/213262.html

Und MdB Ulrich Kelber meint dazu: "Gegenüber dem ersten Vorschlag sieht der Referentenentwurf des Bundesverkehrsministeriums jetzt 630 Millionen Euro zusätzliche Investitionen in die Vekehrsinfrastruktur der Region vor. Dazu kommt noch der ja schon von Anfang an geplante Ausbau der A59, alles natürlich endlich mit modernem Lärmschutz. Unser Einsatz in Berlin hat sich gelohnt. Das war nur möglich, weil wir uns auf Rheinbrücke und A565 konzentriert haben. Mit der Südtangente als Forderung wären wir gescheitert“.

Geht man davon aus, dass schon 2020 mit dem Ausbau (Neubau) des „Tausendfüßlers“ begonnen wird und bis 2030 die Planungs- und Finanzierungsgrundlagen für die neue Rheinbrücke geschaffen werden, darf man durchaus wieder die Hoffnung schöpfen, dass die dann deutlich verbesserte Verkehrssituation in unserer Region der Südtangenten-Diskussion den Boden entziehen wird. Aber: Noch ist der Zombie im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans, deshalb dürfen wir uns auch noch nicht zurück lehnen. Tragen Sie den Widerstand in die Öffentlichkeit: Bitte schreiben Sie Leserbriefe und nutzen Sie den neuen Aufkleber! (erhältlich hier: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

Artikel General-Anzeiger

Tihange – eine Gefahr für die Siebengebirgsregion?

Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Ja!

Tihange ist ein Atomkraftwerk, das in Belgien, ca. 130 km Luftlinie von Bonn entfernt, Strom erzeugt. Die Anlage besteht aus drei Reaktoren, die nach und nach errichtet wurden. Der Reaktor, der auch die hiesige Region gefährdet, wurde in den 70er Jahren gebaut.

2012 wurde bekannt, dass der Reaktormantel im Reaktor 2 Risse aufweist, deren Ursachen entweder bereits beim Bau des Mantels oder im Betrieb des Reaktors auftraten. Fest steht jedoch, dass sich die Risse zwischen 2012 und 2014 vermehrt haben. Waren es 2012 erst 1.931 Risse im äußeren Mantel und 80 im inneren Mantel, stieg die Zahl bis 2014 auf 3.064 Risse im äußeren und 85 Risse im inneren Mantel.

Atomaufsichtsbehörde schlägt Alarm

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Welche Trasse, das spielt derzeit keine Rolle. Derzeit geht es ausschliesslich um das Ob, nicht um das Wie.

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Das Merkel-Kabinett hat am 3.8.16 über den Bundesverkehrswegeplan beschlossen.  Darin steht die Südtangente mit Planungsrecht.  Aber: Die Umweltbelastung wurde von "mittel" auf "hoch" korrigiert (Eintrag 246 auf Seite 144).  Damit folgt das Kabinett den Umweltbewertungen sämtlicher Gutachten der vergangenen fünf Jahrzehnte und lehnt die auf einem absurden Methodentrick beruhende Verharmlosung durch das Bundesverkehrsministeriums ab. Lesen Sie unsere Pressemitteilung

Im Oktober soll der Bundestag über den BVWP2030 beschliessen.

Wir fordern: Raus mit der Südtangente aus dem BVWP2030! Kein Planungsrecht für eine neue Schnellstraße durch Bonn! Lasst den Zombie endlich sterben!

Gemeinsame Pressemitteilung der Bonner Verkehrs- und Umweltinitiativen zur Seilbahn

Artikel, 05.01.17, General-Anzeiger, "Seilbahn: Mehr Umsicht gefordert"

Pressemitteilung, 03.01.17, ADFC Bonn/Rhein-Sieg, "Seilbahn: Keine Panikmache, sondern sachliche Diskussion"

Zusätzliche Informationen