Memorandum zur Reduzierung der Verkehrsbelastung der Siebengebirgsregion - Ennertaufstieg (B 56n) und Alternativen - für die Arbeitsgruppe Natur der Lokalen Agenda 21 in Königswinter
Aufgestellt von Dr. Franz-Friedrich Rohmer, Kw.-Thomasberg


Die AG Natur hat sich darauf verständigt, eine Stellungnahme zum geplanten Ennert-aufstieg allein aus umweltfachlicher Sicht zu versuchen und zugleich zu überlegen, wie sich die Verkehrsbelastung des Siebengebirgsraums auch ohne diesen Straßenneubau reduzieren ließe (Null-Plus-Variante). Die Mitglieder der AG wurden gebeten, ihre Vorstellungen mitzuteilen. Dies geschieht hiermit. Beurteilungs

grundlage sind: Die AG Natur hat sich darauf verständigt, eine Stellungnahme zum geplanten Ennert-aufstieg allein aus umweltfachlicher Sicht zu versuchen und zugleich zu überlegen, wie sich die Verkehrsbelastung des Siebengebirgsraums auch ohne diesen Straßenneubau reduzieren ließe (Null-Plus-Variante). Die Mitglieder der AG wurden gebeten, ihre Vorstellungen mitzuteilen. Dies geschieht hiermit. Beurteilungsgrund

lage sind:Die AG Natur hat sich darauf verständigt, eine Stellungnahme zum geplanten Ennert-aufstieg allein aus umweltfachlicher Sicht zu versuchen und zugleich zu überlegen, wie sich die Verkehrsbelastung des Siebengebirgsraums auch ohne diesen Straßenneubau reduzieren ließe (Null-Plus-Variante). Die Mitglieder der AG wurden gebeten, ihre Vorstellungen mitzuteilen. Dies geschieht hiermit. Beurteilungsgrundlag

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 Neuer Beitrag Daseinsvorsorge

1. Grebe hat die von der Straßenbauverwaltung (jetzt Landesbetrieb Straßenbau) untersuchten 5 Trassenvarianten zur B 56n eingehend geprüft und verworfen:

 

„Die dargestellten starken Eingriffe in den hoch schutzwürdigen Landschaftsraum des Siebengebirges und die mit dem Neubau des Ennertaufstiegs verbundenen verhältnismäßig geringen Entlastungswirkungen auf das vorhandene Straßennetz müssen aus Sicht des Gutachters zu einem vollständigen und endgültigen Verzicht auf den Bau des Ennertaufstiegs führen. . . . . . Damit bleibt aber weiter die entscheidende Frage: Wie kann die heute auf allen Straßen vorhandene hohe Verkehrsbelastung zwischen Rheintal und den östlichen Hochflächen abgebaut werden, um die Lebensqualität – vor allem in den engen Ortsdurchfahrten – zu verbessern? . . . . . kann es hier keine große Lösung geben, zumal der Ennertaufstieg zu einem zusätzlichen unerwünschten Verkehr in diesem Raum führt. Es muss daher ein Bündel unterschiedlicher Maßnahmen mit gleicher Zielrichtung – nämlich einer Verkehrsberuhigung und Entlastung – entwickelt und durchgesetzt werden“ (Hervorhebungen durch den Gutachter).

Grebe schlägt konkrete Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und -Entlastung ohne Ennertaufstieg vor, insbes. Maßnahmen, die die Querung des Siebengebirges durch Kfz erschweren und den ÖPNV verbessern - Null-Plus-Variante (S. 30 ff).

 

 

 

Verkehrskonzept Siebengebirge

Der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Königswinter fordern die Aufnahme des "Ennertaufstiegs" in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2015. Die neue Straße soll 36.000 KFZ täglich aufnehmen, den Ennert untertunneln und auf zwei Spuren je Fahrtrichtung von der Bonner Südbrücke zur Einmündung in die A 3 bei Birlinghoven führen. Dort ist eine Zu- und Abfahrt zur Pleistalstraße für alle Fahrtrichtungen vorgesehen.

Die Stadt Bonn strebt den durchgehend sechsstreifigen Ausbau des "Bonner Autobahnbogens" an (A 565, A 59, Südbrücke), um den Verkehr dort zu konzentrieren und das Bonner Stadtgebiet zu entlasten. Sie sieht keinen Sinn darin, das Ennertgebiet mit zusätzlich 36.000 KFZ täglich zu belasten und lehnt den Ennertaufstieg ab 

Für die Siebengebirgsregion ist eine Verständigung mit Bonn, dem RSK und dem Landesbetrieb Straßen NRW dringend erforderlich. Im Siebengebirgsraum muss die Konzentration des KFZ-Verkehrs auf die Autobahnen angestrebt werden. Die Bewahrung und Entwicklung hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität muss Vorrang haben, in allen Siebengebirgsorten.

Das Projekt Ennertaufstieg steht dieser Zielsetzung entgegen. Lärm und Schadstoffe von 36.000 KFZ in 24 Stunden, am Tage und in der Nacht, werden in einen bislang ruhigen Lebensraum verlagert. Dieser Mehrbelastung steht keine annähernd vergleichbare Entlastung in andereren Siebengebirgsorten gegenüber. Die Beeinträchtigungen sind mit dem Schutzbedürfnis der hier lebenden Menschen und ihres Umfeldes nicht vereinbar.

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in Bezug auf die Verkehrsinfrastruktur. Die hohe Belastung der Menschen durch den Straßenverkehr muss zurückgeführt werden. Das ist in Anknüpfung an die Verkehrswirtschaftliche Untersuchung vom 8. August 2011 möglich durch eine "Kombination von `kleinen Maßnahmen`, <die> Anreize zur Veränderung der Wege- und Verkehrsmittelwahl" setzen. Gemeint sind verkehrsberuhigende und verkehrslenkende Maßnahmen, erleichterte Zufahrten zur A 3, die Konzentration des KFZ-Verkehrs auf den Autobahnen, schmalere Landstraßen.

Link zum Memorandum zur Reduzierung der Verkehrsbelastung der Siebengebirgsregion

Erreichte Ziele

1. Südtangente 

2. ÖPNV - Busverkehr Siebengebirgsregion



ÖPNV - Busverkehr Siebengebirgsregion

Von Anfang an hat der VLSR darauf gedrängt, den ÖPNV stärker zu machen, um den KFZ-Verkehr zu verringern, soweit dies möglich ist. Das an kommunalen Grenzen orientierte öffentliche Busverkehrsnetz (Beispiel Königswinterer Rundverkehr) musste in ein modernes Buskonzept, das sich am Beförderungsbedarf der Menschen orientiert, verwandeln. Diese brauchen attraktive Verbindungen zu den regionalen Schienentrassen und direkte Verbindungen zu den weiterführenden Schulen, zu Arbeitsplatz-, Geschäfts- und Dienstleistungszentren, zu den Verkehrsknotenpunkten, zu Naherholungs- Tourismus- Freizeit- und Kulturzentren. Die zentralen Wohnstandorte sollen durch Bus-Linienverkehr bedient werden, die weniger Zentralen durch Bus-Taxi und AnrufSammelTaxi. Das Ergebnis unserer Überlegungen ist im VLSR-Verkehrskonzept vom 12. Juni 2008 dokumentiert (Link zur Textfassung einschlißlich Anlagen), und wurde, soweit es den Busverkehr angeht, in die Arbeiten zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans - NVPL - Rhein-Sieg einbezogen.

Wir dürfen heute feststellen, im derzeit geltenden NVPl Rhein-Sieg sind 80 v.H. (!) der Vorschläge aus dem VLSR-Verkehrskonzept zum Busverkehr für den Siebengebirgsraum umgesetzt worden. Zu Einzelheiten bitte anklicken (Link zur Fundstelle "unser Verein - Historie - Nr. 2" - Strichaufzählung). Folgende Verbesserungen können ohne Zusatzkosten kurzfristig umgesetzt werden (Aufzählung nicht abschließend):
-- Durchbindung von Buslinien am Oberpleiser Busbahnhof (520/521 mit 513/535), Fahrgäste können im Bus sitzen bleiben, brauchen nicht umzusteigen in Oberpleis,
-- Verschwenkung der Linie 541 zum DB-Bahnhof Oberkassel, Arbeitsplatzzentrum Beuel-Süd, Busbahnhof Ramersdorf (Erschließung zusätzlicher Destinationen, weniger umsteigen, geringere Bus-KM-Leistung),
-- Verdichtung (halbstündlich) auf dem Abschnitt Stieldorf - Oberkassel-Süd - Busbahnhof Ramersdorf, analog 521,
-- Verschwenkung der Linie 537 (Oberpleis nach Bonn-Zentrum) im Stundentakt über Sonderbusch, Stieldorferhohn, Bockeroth, Rauschendorf).

Zusätzliche Informationen