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- Erstellt am Montag, 04. August 2014 10:01
Pressemitteilung
Südtangente würde regionale Probleme verschärfen, nicht lösen
NRW-Verkehrsminister Groschek soll auf –auch zeitversetzte- Planung verzichten
Bonn/Königswinter, 23.2.2017 - Die Südtangente würde regionale Verkehrsprobleme nicht lösen, sondern verschärfen, schreibt der Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion an NRW-Verkehrsminister Groschek. Er bittet den Minister eindringlich, die Planung nicht, wie angekündigt, zeitversetzt durchzuführen, sondern darauf ganz zu verzichten. Einem Pressebericht zufolge sei nämlich laut einem Schreiben des Referatsleiter Markus Mühl aus dem Landesverkehrsministerium „eine zeitversetzte Planung geboten“.
„Mit der Südtangente käme man nur schneller in den Stau,“ begründet Jürgen Maier, Vorsitzender des Vereins Lebenswerte Siebengebirgsregion, die Bitte an den Minister, auf die Planung zu verzichten. Aus der Projektdatenbank PRINS des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) geht hervor, dass der Verkehr auf den Bonner Autobahnbrücken durch die Südtangente weiter gesteigert würde. „Selbst wenn einige andere Straßen entlastet würden, wären aber die Hauptengpässe – die Brücken - wesentlich stärker belastet als ohne die Südtangente“, so Jürgen Maier. Mehr belastet würden laut BMVI auch weitere städtische Autobahnen. „Die Südtangente würde die Verkehrsprobleme mit mehr Stau, mehr Lärm und mehr Abgasen verschärfen.“
„Tunnels lassen Feinstaub ja nicht verschwinden,“ erinnert die Stellvertretende Vorsitzende Susanne Gura. „Feinstaub-Filter leisten zu wenig und kosten zuviel. Die Abgase würden aus den Tunnelportalen in Holtorf, Ramersdorf, Dottendorf und Lengsdorf, und aus Lüftungsschächten an der Trasse ungefiltert entlüftet“, warnt sie.
„Eine Bündelung des Siebengebirgs-Verkehrs auf der Südtangente wäre für Anwohner in Teilen von Königswinter vorteilhaft, aber für viele Menschen in der Region extrem nachteilig“, so Susanne Gura weiter. „Denn in Bonn sind die Feinstaub-Grenzwerte schon jetzt häufig überschritten. Der durch die Südtangente gebündelte und verstärkte Verkehr würde den Menschen, die sich täglich in Bonn aufhalten, direkt an die Gesundheit gehen.“
Das von Befürwortern gewünschte Planungsverfahren würde trotz Tunnels einen Konsens gar nicht herbeiführen können, schreibt der Verein an den für die mögliche Planung zuständigen Verkehrsminister des Landes NRW. Denn Tunnels würden viele Probleme wie die Feinstaubbelastung gar nicht lösen können. Selbst mit verlängerten Tunnels befindet der Bundesverkehrswegeplan die Südtangente zudem als hoch umweltbelastend. Die 100 Millionen Euro teure Planung soll das zuständige NRW-Verkehrsministerium daher keinesfalls beginnen, auch nicht mit niedriger Priorität oder zeitversetzt.
Die Südtangente steht auf Betreiben der regionalen CDU mit Planungsrecht im neuen Bundesverkehrswegeplan, nachdem sie aus dem Vorgängerplan 2003 durch die damals rot-grüne Bundesregierung herausgestrichen worden war.
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Ja zur Seibahn für Bonn!
4. Bürgerdialog am 22.06.2017, Stadthalle Bad Godesberg

Gemeinsam mit acht anderen Verbänden und Initiativen befürworten wir die Seilbahnverbindung vom Venusberg bis zum Bundesviertel und darüber hinaus auf die andere Rheinseite. Unsere gemeinsame Stellungnahme zum 4. Bürgerdialog am 22. Juni 2017 finden Sie hier.
GA Meldung vom 17.06.2017
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Brief an den neuen NRW Verkehrsminister Wüst
Sehr geehrter Herr Minister...(weiterlesen)
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IHK-Umfrage: Unternehmer sind zufrieden mit Straßen und Autobahnen in der Region
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- Erstellt am Montag, 04. August 2014 10:01
Pressemitteilung zur großen Infoveranstaltung
am 8. Oktober auf Gut Heiderhof in Vinxel.
Darf der nördliche Naturpark Siebengebirge gegen
Riesen-Baugebiete eingetauscht werden?

In der rechtsrheinischen Bergregion informieren Bürger sich gegenseitig
Bonn/Königswinter, 9.10.2017 - Auf einer „WeltCafé“-Infoveranstaltung von und für BürgerInnen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis am Sonntag 8. Oktober wurde über sechs große Baugebiete informiert, die derzeit in Bonn und in Königswinter teils bereits in den Ratsgremien zur Diskussion stehen. Etwa 200 Interessierte kamen in die Reithalle des Vinxeler Heiderhofs.
Die Region Bonn ist erfreulicherweise Zuzugsgebiet. Aber wie hoch der Zuzug werden könnte, dazu gibt es extrem unterschiedliche Schätzungen. Die Bonner Stadtverwaltung nennt mit 3600 Wohnungen pro Jahr das immerhin mehr als Zehnfache des Bedarfes, der sich aus der Bevölkerungsprognose des zuständigen Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung ergibt. Ein derart hoher Zuwachs ist nicht zu erwarten.
„Es ist nicht sinnvoll, den nördlichen Naturpark Siebengebirge gegen Riesen-Baugebiete einzutauschen,“ erläutert Susanne Gura vom Verein Lebenswerte Region Bonn-Siebengebirge, „Dieses einzige große und sehr beliebte Bonner Naherholungsgebiet auf der rechten Rheinseite würde seinen Naherholungswert verlieren“. Der Verein weist darauf hin, dass hier langfristig kein leistungsfähiger ÖPNV vorgesehen ist, daher taugen die rechtsrheinischen Höhenlagen ohnehin schlecht als Riesen-Baugebiete. Auf die Südtangente setzen ist nicht zukunftsfähig: Bekanntlich, nämlich laut Bundesverkehrsministerium, würde die Südtangente schon ohne solche Baugebiete zu mehr Verkehr auf den Bonner Autobahnbrücken führen und wäre daher sowieso kein Rezept gegen Staus, Verkehrslärm oder Luftverschmutzung.
Da sich der Schutz des Naturparks Siebengebirge rechtlich kaum einklagen lässt, muss er politisch durchgesetzt werden. Die Kommunalwahl 2020 ist nicht mehr weit, und wer gewählt werden will, kann nicht die Riesen-Baugebiete und die Schnellstraße unterstützen, sondern muss sie aktiv mitverhindern. Daher sehen die Bürgerinnen und Bürger aus Vinxel, Stieldorf, Hoholz, Roleber, Niederholtorf und Ittenbach, die am Heiderhof umfangreiche Infotafeln präsentierten, gute Chancen, ihr Ziel zu erreichen: Der nördliche Naturpark Siebengebirge darf nicht durch maßlose Bebauung unwiederbringlich geschädigt werden.

